Geschichte des Eliaklosters

Wir sind zwei Schwestern, Sr. Josefa und

Sr. Maranatha. Beide gebürtig aus Österreich (Tirol).

 

Wir haben viele Jahre in einem kontemplativen Kloster (Karmel) gelebt. 1999 sind wir in die Schweiz (Kanton Zürich) aufgebrochen, um dort ein Kloster unseres Ordens zu gründen. Daraus entstand, bereits nach drei Jahren, das unabhängige Eliakloster.

 

Nach siebzehn Jahren ist das Eliakloster im November 2016 nach Vorpommern übersiedelt, in das kleine Dorf Pampow/Blankensee, im Raum Pasewalk.

 

Das Kloster erhält sich selbst durch die Gästewohnung und Spenden. Der zusätzlich gegründete Verein verfügt über keinerlei finanzielle Mittel; er hat beratende Funktion.

 

 

 

 


Das Kloster

als Ort der Präsenz, in der Verbundenheit mit Gott.

Einfache Tagesstruktur, genährt aus:

der Bibel,

dem Gebet in der Stille,

geistlicher Lesung,

der Begegnung mit Menschen, die zu Besuch, zum Gespräch und in die Gästewohnung zur Einkehr kommen,

und dem, was jeder Tag an Arbeit, an Geschehen bringt.

Darin der ganzen Welt tief verbunden.

 


                      

 

                       Das Kloster im Menschen

 

Klösterliche Berufung in jedem Menschen!

Dabei geht es nicht um Regeln, Gelübde, Gemeinschaftsstrukturen.

 Es geht um Ankommen bei Gott im inneren Kloster-Raum.

 In Vertrauen, Hingabe. Das Weitere ergibt sich.

 

Jesus sagt: „ … und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen“(Johannesevangelium 14,23)

 Im Wohnen Gottes in uns, werden die Bruchstücke, die Scherben unseres Lebens ein Ganzes.

 

„Jedes echte Beten mündet in kindliches Vertrauen.“

 Und

 „Wäre das Vertrauen des Herzens aller Dinge Anfang, du kämest weit, sehr weit.“

 

 

Frère Roger (Taizé)

 

 


Für uns

Das Wort, Gottes Wort,

offenbart im Wort der Bibel,

offenbart im Wort, das Mensch geworden ist,

in Jesus, dem Jehoschua, Erlöser.

Es bahnt sich den Weg

Von Augenblick zu Augenblick

Von Lebensphase zu Lebensphase.


Universale klösterliche Berufung

Eine Seite im Menschen sehnt sich immer nach dem Wesentlichen, nach der „Quintessenz“.

Die je eigene „Nabelschnur“ verbindet jeden Menschen mit dem Quell.

Rings um klösterliche Berufung scheint gegenwärtig etwas zu vergehen.

Was vergeht?

Formen und äußere und innere Strukturen.

Was bleibt?

Der Kern.

Der Mensch in seiner Sehnsucht als Geschöpf nach seinem Schöpfer.

Universale Berufung.

In jedem Menschen.

Ob wir nun ausdrücklich einer Religion/ Kirche angehören oder nicht.

Seine Geschöpfe sind wir.

Genug.


Der Mensch vor Gott. Allein. Einsam.

 

Und doch im innersten Raum allem und allen verbunden –

 erfährt diesen Grund in sich als DU .

 Der Mensch geschaffen aus der Sehnsucht des Schöpfers nach seinem Geschöpf.

 Jede Religion und echte Spiritualität (die diesen Namen verdient) erfährt im Innersten Ergriffensein in Liebe, Begegnung.

 Aus dieser Begegnung empfängt der Mensch neu seine Berufung:

 M e n s c h zu werden.

 Sinn und Ziel des Lebens. Genug.

 

 

 

 

 Ihr habt das Schweigen nicht gesehn

 Hinter den Hügelsenken.

 In diesem Schweigen muss man stehn.

 (Nur stehen. Und nicht denken.)

 Wenn ich lang genug warten kann

 In Kälte und in Schnee,

 Höre ich da vom Wind ein Wort,

 Das ich vielleicht versteh.

 Danach wird alles anders sein.

 Mein Wort wird davon schwer.

 Wird eine Spur im Neuschnee sein

 Und kommt vom Schweigen her.

 

 Eva Strittmatter

 

 

 

In der Begegnung, dort beim Quell, geschieht etwas:

 Jeder Augenblick empfängt Leben,

 die vielen Seiten im Menschen

 falten sich ein, werden ein-fältig,

 glückselige Einfalt.

 

 

 Die Antwort:

 Vertrauen, Hingabe, an das was ist, wie es ist.

 Glaubensweg.

 Einfach. Unbedingt.

 Kein ein-für-alle-Mal. Dazu ist der Mensch nicht fähig.

 Schrittweise, im Pilgerschritt: drei Schritte vor, einer zurück.

 

 


 

 

 

 

 „Man versteht den ganzen Weg des Menschen im Hier nicht,

 wenn man das Dort nicht begreift.

 Es geht also immer um den Weg von Dort nach Hier.

 Das äußert sich in jeder Zeit, an jedem Tag, auf unterschiedlichste Weise.

 Jeden Tag ist die Bibel neu im Leben hier, in jedem Geschehen lebt sie, sie ist ewig.

 Du beginnst dort unten, außerhalb des Vorhofs,

 das ist dein Tag hier in dieser Welt.

 Doch musst du deinen Tag immer mit dort Oben verbinden …

 Der Weg, den du zu gehen hast, ist nichts anderes als der Weg des Wissens darüber,

 wie man die Verbindung nach oben herstellt.“

  

                                                 Friedrich Weinreb